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FORUM HUMANUM
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Unseld Lectures am FORUM SCIENTIARUM an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
– initiiert und gefördert von der Udo Keller Stiftung Forum Humanum
Mit den Unseld Lectures führt die Udo Keller Stiftung Forum Humanum zwei Projekte zusammen: das interdisziplinäre Studienprojekt „FORUM SCIENTIARUM“ an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und die edition unseld des Frankfurter Suhrkamp-Verlages. Zunehmende Spezialisierung einerseits und andererseits Explosion der Ergebnisse mit immer größerer Reichweite – beides kennzeichnet die heutige Spitzenforschung. Dieser unaufgelösten Spannung begegnen FORUM SCIENTIARUM und edition unseld als Orte des Austausches und der Vermittlung. Die edition unseld, indem sie als Buchreihe die neuesten Erkenntnisse aus Naturwissenschaft und Technik nicht nur einem breiten Leserkreis zugänglich macht, sondern darüber hinaus in Essay-, Interview- und Gesprächsbänden kreative Formen interdisziplinärer Deutung und Kritik entwirft und erprobt.
Das FORUM SCIENTIARUM, indem es den fächerübergreifenden Diskurs in Form von Vorlesungsreihen, Studienkollegs und Akademien im universitären Kontext initiiert, koordiniert und moderiert.
Die Unseld Lectures sind jedoch mehr als die Summe von FORUM und Edition. Vielmehr markiert die Komponente „Lecture“ die Erweiterung der Dialogarbeit um eine weitere, dritte Dimension. Die drei Formate „Festvortrag“ – „Fachdisputation“ – „Meisterklasse“ stehen für das Experiment, den interdisziplinären Dialograum um das Moment „realer Gegenwart“ anzureichern: Diskurs, Forschung und Lehre als öffentliches Ereignis? Unseld Lecture
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Martha Nussbaum ist Ernst Freund Professorin für Recht und Ethik an der Universität Chicago. Einen Namen machte sie sich früh mit ihrer Aristoteles-Interpretation, die mit herrschenden Meinungen zur Philosophie der Antike brach. Bald erweiterte sie ihren Themenbereich und veröffentlichte vor allem Arbeiten über moralphilosophische Fragen der Moderne. Dabei behandelt Martha Nussbaum oft Themen am Schnittpunkt zwischen Ethik, öffentlicher Moral, Literatur und Feminismus. Längst gilt sie als eine der markantesten Vertreterinnen des aufgeklärten Feminismus, der auch die soziale Prägung von Präferenzen und Wünschen sowie mitfühlendes Verstehen thematisiert.
In ihren neueren Büchern beschäftigt sich Martha Nussbaum u.a. mit der Bedeutung von Emotionen, denen sie einen eigenständigen Erkenntniswert beimisst. Zudem ist sie bekannt für den in Zusammenarbeit mit Amartya Sen ausgearbeiteten ‚Capabilities Approach‘, der die Ermöglichung freier Entfaltung der Person zum Kriterium sozialer Gerechtigkeit erhebt. Ihr neuestes Buch „Liberty of Conscience“ ist ein Diskurs über das Verhältnis von Religion und Rechtssystem in den USA.
Martha Nussbaum hat mehrere Literaturpreise und über dreißig wissenschaftliche Ehrungen erhalten. Sie hatte zahlreiche Gastprofessuren inne, u.a. in Paris (1984), Oxford (1986-1987), Oslo (1994 und 1998) und Harvard (2007). Wichtige Publikationen: „Women and Human Development: The Capabilities Approach“ (2000), „Upheavals of Thought“ (2001), „Frontiers of Justice“ (2006), „Liberty of Conscience“ (2008).
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