Die Zusammenhänge der Veränderung: Interdisziplinäres Grundlagenwissen für die Praxis

Interdisziplinärer Workshop an der Schnittstelle zwischen Universität und Arbeitswelt mit Wolf Lotter
Wissen wir eigentlich, was wir wissen? Diese Frage stellen wir uns vielleicht weniger, wenn wir uns innerhalb der Universität und inmitten unserer eigenen Disziplin aufhalten. Dort sind Unsicherheiten Teil des täglichen Geschäftes. Umso relevanter wird sie aber, wenn wir als Expert*Innen komplexe gesellschaftliche und berufliche Problemstellungen lösen müssen, die nicht mehr nur akademischer Natur sind. Hier soll unser Spezialwissen Entscheidungen rechtfertigen. Sind wir darauf vorbereitet? 

Der Workshop „Die Zusammenhänge der Veränderung“ setzt genau hier an und fragt: Wenn Fachwissen in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen immer „kleinteiliger“ wird und deshalb viele Formen des Wissens voneinander getrennt bleiben, was bedeutet das für den Zusammenhang des gemeinsamen Handelns und Tuns in einer Organisation von Wissensarbeit in unserer heutigen modernen Arbeitswelt? Wie lässt sich Spezialwissen in größere Zusammenhänge einbetten? Wie gelingt es, komplexe Inhalte verständlich und anschlussfähig zu vermitteln – über Disziplinen hinweg?

Der Journalist und Autor Wolf Lotter bezeichnet diese Fähigkeit als „Kontextkompetenz“: das Wissen darum, wie Wissen miteinander verbunden ist.
Im Zeitalter von Spezialisierung, Künstlicher Intelligenz und Wissensarbeit wird diese Kompetenz immer wichtiger, nicht nur in der Wissenschaft, sondern in allen Bereichen, in denen Zusammenarbeit, Organisation und Kommunikation zählen. Lotter betont, dass Spezialisierung und technokratisches Denken zu „blinden Flecken“ führen.

Foto: Katharina Lotter

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