GNADE - Vergeben, vergessen, verzeihen

Elftes Berliner Religionsgespräch
"Der Mensch, der da meint, er wolle dadurch zur Gnade gelangen, daß er tut, soviel ihm möglich ist, häuft Sünde auf Sünde, so daß er doppelt schuldig wird. ... Das Gesetz sagt: 'Tue das!', und es geschieht niemals. Die Gnade spricht: 'An den sollst du glauben!', und alles ist schon getan." So polemisierte Luther 1518 gegen die Theologie seiner Zeit, wobei wir heute "Gesetz" ruhig auch mit "Moral", "Werteorientierung" oder "Handlungszwang" übersetzen können.

Ist unsere Zeit vielleicht deshalb so "gnadenlos", weil wir so moralisch sein wollen? Aber können wir die Gnade überhaupt noch als Gabe Gottes erwarten? Wie und wann - und ob überhaupt - sollte sie dennoch zum Vorschein kommen? Vielleicht doch auch als Menschengeschenk? Das soll kontrovers diskutiert werden.

Begrüßung und Einführung:

Prof. Dr. Christoph Markschies
Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, Mitglied der der Akademie der Wissenschaften

Es diskutieren

Professor Dr. Hanna Liss (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg)

Professor Dr. Dietmar Mieth (Universität Tübingen/Erfurt. Fundamentaltheologie)

Professor Dr. Magnus Striet (Universität Freiburg, Fundamentaltheologie)

Dr. Alessandra Cislaghi (Universität Triest, Philosophisches Seminar)

Stefan Berg (Der Spiegel)

Moderation: Harald Asel rbb inforadio

Schlußwort:
Dr. Cai Werntgen
Vorstand der Udo Keller Stiftung Forum Humanum und Verlag der Weltreligionen

Der Eintritt ist frei. Anmeldung erbeten bis 16. Oktober 2019 unter www.bbaw.de/gnade-religionsgespraeche

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