Könnte alles anders sein?

Eröffnung der phil.cologne mit Robert Habeck und Harald Welzer
Es gab eine Zeit, da glaubte man an die Zukunft. Die Hoffnung auf das Kommende durchwehte das Denken von Hegel und Marx. Nach dem Zu­sammenbruch der Sowjetunion galt die Geschichte als beendet und der real existierende Kapi­talismus als alternativlos.

Doch diese Gewissheit bröckelt zusehends, weicht angesichts der weltweiten Krisen einem apokalyptischen Denken, dem­zufolge es permanent fünf vor zwölf ist. Und so wähnen im­mer mehr Menschen das Heil nur noch in der Vergangenheit, wollen mit aller Macht eine Zeit zurück, die es faktisch nie gab. Und jetzt? Welche Vision befreit uns aus Sachzwang und Zukunftslosigkeit? Woher kommt das Neue, und wie viele Regeln braucht eine bessere Welt? Wer wollen, wer könnten wir sein?

Darüber diskutiert der Bun­desvorsitzende der Grünen Robert Habeck („Wer wir sein könnten“) mit dem Sozial­psychologen Harald Welzer(„Alles könnte anders sein“). Moderation: Svenja Flaßpöhler

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