Nach uns die Sintflut? Religionen und Klimawandel

Lange Nacht der Weltreligionen - Diskurs/Szenische Lesung/Konzert
Das Klima geht uns alle an. Sollte man meinen. Aber können wir überhaupt noch etwas tun, angesichts heißer Sommer, trockener Wälder, zerstörerischer Stürme? Jeden Freitag gehen weltweit junge Leute auf die Straße. Sie fordern ein radikales Umdenken, aktives Eingreifen, stellen den Status Quo in Frage und appellieren an ein verantwortungsvolles Handeln der Politik – für zukünftige Generationen. Ihre Forderungen begründen sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Aber längst haben sich religiöse Begriffe Platz geschaffen, wenn es um das Klima geht. Wir sprechen von der KlimaApokalypse, von Klimasündern, von sintflutartigen Regenfällen. Welche Erklärungen geben Religionen, von welchen Katastrophen und deren Deutungen erzählen sie, welche Handlungsanweisungen lassen sich ableiten angesichts der immensen Herausforderungen an die Menschheit? Religionen geben ambivalente Antworten. Helfen sie wissenschaftliche Erkenntnisse in menschliches Handeln umzusetzen? Oder sind Klimawandel und seine Deutungen bereits die neue Religion, wie skeptische Stimmen behaupten?

Lesung

Andreas Maier und Christine Büchner ("Bullau. Versuch über Natur")

Vortrag

Prof. Dr. Byung-Chul Han (Philosoph, Autor und Essayist)

Gesprächsrunde 1

Prof. Dr. Antje Boetius (Polarforscherin, Direktorin des Alfred-Wegener-Institut, bremerhaven), Prof. Dr. Anita Engels (Soziologin und Klimaforscherin, CLICCS, Universität Hamburg); Gülcan Nitsch (Biologin, Yeșil Çember, Berlin)

Moderation: Ulrich Schnabel (Redakteur im Resort Wissen, DIE ZEIT)

Gesprächsrunde 2

Annika Rittmann (Fridays for Future, Hamburg), Helena Funk (Klimaaktivistin der Nordkirche), Samira Chariet (Green Deen Hamburg)

Moderation: Kübra Böler und Steffen Sigmund

Musik

Tayfun Guttstadt, Daniel Kahn, Clara Brauer

Ab 18:30 Uhr Präsentation der "Schulprojekte der Weltreligionen"

Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Bergedorf mit Schwerpunkt "Theater", spielen "Mare nostrum oder Wenn sich nicht gerettet wurde, dann rudern sie noch heute" (Leitung: Mia panther) und Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule am Hafen und des Corvey gymnasium lesen Texte/Gedichte/Szenen, die zu einzeln Bildern der TROPIC ICE-Ausstellung entstanden sind (Leitung: Mattias Günther)


Zur Seite des Thalia-Theaters

mehr zu dem Projekt