Glauben und Demokratie

Lange Nacht der Weltreligionen 2018
"Wie hältst du es mit der Religion?" Die Gretchenfrage legt die Gretchengegenfrage nahe: "Wie hältst du es mit der Demokratie?" Zum demokratischen Selbstverständnis gehört es in Deutschland, eine eigene Beziehung zum Glauben - und Unglauben - entwickeln zu können. Es gibt ein durch das Grundgesetz versichertes Recht auf  Religionsfreiheit. Und Religionsfreiheit ist nicht nur die Freiheit, unbehelligt zu glauben, sondern auch unbehelligt den Glauben zu kritisieren. Religion und Demokratie sind unvereinbar, sagen die einen. Religionen sind der Kitt der Gesellschaft, sagen die anderen. Verschiedene Akteurinnen und Akteure mischen sich ein, werden unbequem, streiten um Deutungshoheiten. Wie offen und liberal dürfen Synagogen, Kirchen, Moscheen sein?

Wie offen und plural die Gesellschaft? Wie gehen wir um mit Demokratieskepsis oder gar  Demokratiefeindlichkeit von Religionen? Wann ist Religionsskepsis angebracht, und wann verbergen sich dahinter Ressentiments, Religionsfeindlichkeit und Angst?

Die neunte "Lange Nacht der Weltreligionen" stellt sich mit Diskussionen, szenischen Lesungen und Gesprächen bei gemeinsamem Essen diesen Fragen. Ein zentraler Text ist Björn Bickers hochaktuelle Erkundung der religiösen Vielfalt in unseren Städten: "Was glaubt ihr denn? Urban Prayers."

Im Anschluss: Konzert auf der Bühne mit Musikerinnen und Musikern der Embassy of Hope

Mit: Seyran Ateş (Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin. Gründerin der Ibn-Rushd-Goethe Moschee, Berlin), Prof. Dr. Katajun Amirpur (Akademie der Weltreligionen, Hamburg), Andreas Antić (Philosoph, Berlin), Abu Ahmed Jakobi  (Muslimischer Theologe, Vorsitzender des Fachrats Islamische Studien e.V. (FIS) und  Dialogbeauftragter der SCHURA - Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V.), Dr. Christiane Florin (Politikwissenschaftlerin und Journalistin), und Joachim Lux u.a.

Ab 18.30 Uhr: Präsentation der Schul-Projekte zur "Langen Nacht der Weltreligionen"

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