Studienkolleg am Forum Scientiarum



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Frühere Jahrgänge des Kollegs waren den Themen "Evolution des Gehirns – Realität des Geistes - Biologische und kulturelle Grundlagen menschlichen Denkens", "Kosmologie – Evolution – Geschichte - Der Zusammenhang von Welt, Mensch und Kultur im Streit der Wissenschaften", "Sprache und Kognition - Sprache als Schnittstelle zwischen natürlicher und kultureller Evolution", "Der Mensch das soziale Tier - Anthropologie im Spannungsfeld von Evolution, Geschichte und Kultur", "Kognition - Sprache - Sozialität - Zur Verflechtung von kultureller und biologischer Evolution", "Raum und Zeit" und "Disembodied Cognition? Forschungen im Spannungsfeld von menschlicher und künstlicher Intelligenz" gewidmet.

Das FORUM SCIENTIARUM führt ein zweisemestriges Studienkolleg durch. Fünfundzwanzig ausgewählte Studenten aller Fächer durchlaufen ein Seminar- und Vortragsprogramm und arbeiten in kleinen Teams an eigenen Forschungsprojekten. Die Aufnahme ins Studienkolleg erfolgt nur zum Wintersemester.

Das Studienkolleg  wird von der Udo Keller Stiftung Forum Humanum durch zusätzliche Programmmittel unterstützt.

Das aktuelle Studienkolleg (Oktober 2018 bis Juli 2019) ist bereits der dreizehnte Jahrgang. Das Thema lautet:

Wahrnehmung


Das Phänomen der Wahrnehmung ist für ein besseres Verständnis des Menschen und seines Weltverhältnisses von zentraler Bedeutung, weil die Wahrnehmung zwischen der Welt und dem Menschen vermittelt: Das Bild, das sich der Mensch von der Welt macht, hängt immer auch von der Struktur seiner Wahrnehmungen ab. Das Studienkolleg richtet den Blick deshalb auf den Wahrnehmungsprozess selbst und fragt danach, wie Wahrnehmungen, Welt und Denken zusammenhängen. Zentrale Fragen und Aspekte, die während des Kollegjahres behandelt werden, sind:

  • Die Rolle der neuronalen Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen. Inwieweit konstruiert das Gehirn ein Bild der Außenwelt?

  • Die körperliche Situiertheit des Menschen in der Welt, die den Wahrnehmungen immer eine bestimmte Perspektivität verleiht.

  • Der geschichtliche Wandel des menschlichen Wahrnehmungsvermögens. Welche Rolle spielen dabei soziale und kulturelle Faktoren?

  • Was können wir von einer Analyse der künstlerischen Wahrnehmung lernen? In welchem Verhältnis steht die künstlerische Wahrnehmung zur alltäglichen Wahrnehmung?

  • In welcher Beziehung stehen die Phänomenalität der Wahrnehmung und die Realität des Wahrgenommenen zueinander?

Im Studienkolleg werden aktuelle Forschungen aus verschiedenen Fachgebieten vorgestellt und gemeinsam erarbeitet, unter ihnen die Neurowissenschaften, die Psychologie, die Kognitionswissenschaften, die Kunst- und die Bildwissenschaft, die Philosophie, die Literaturwissenschaften und andere. Es wird nach ihrer Zusammengehörigkeit und möglichen wechselseitigen Beeinflussung gefragt.

 

 

Publikationen zum Projekt

Februar 2016

Sprache und Kognition

Sprache und Kognition : Theory of Mind, Emergenz, Neue Medien, Freiheit, Grenzen / Niels Weidtmann (Hg.). Berlin ; Münster, Lit, 2016, 433 IX, 236 S.
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