Ausgangspunkt ist die Frage nach den Möglichkeiten religiöser Selbstverständigung in der Moderne: Wie kann ein Gespräch über Religion in der Gegenwart aussehen? Dieser Herausforderung stellen sich ab Juli 2012 regelmäßig herausragende Vertreter aus den Bereichen Theologie, Philosophie und Literatur in Form von Vorträgen und Diskussionen.
Die bisherigen Freiburger Religionsgespräche
Mittwoch 26.04.2023
Endzeitstimmung oder: Apokalyptik in der Gegenwart
Podiumsgespräch mit
Prof. Dr. Michael Bongardt, Siegen
Prof. Dr. Ulrich Bröckling, Freiburg
Prof. Dr. Magnus Striet, Freiburg
Mittwoch, 5. Dezember 2018
Neuer theologischer Antisemitismus?
mit Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka, Prof. Dr. Helmut Hoping, Prof. Dr. Magnus Striet und Prof. Dr. Susanne Talabardon
Juden als Gottesmörder zu bezeichnen, wurde bereits wenige Jahrhunderte nach der Entstehung des Christentums üblich. Nicht zuletzt aufgrund der Gräuel der Shoah hat man zwar christlich-theologisch umgedacht, aber: Zu beobachten ist auch, wie bis in die jüngste Zeit hinein immer wieder der Verdacht entsteht, dass es Reste eines theologischen Antijudaismus geben könnte. Kein Geringerer als der ehemalige Papst Benedikt XVI. hat hier für Irritationen gesorgt. Wie geht also man mit dem Faktum um, dass Jesus Jude war? Was bedeutet dies für jüdische und für christliche Glaubensvorstellungen?
Videomitschnitt
Mittwoch, 20. Juni 2018
Homo deus" (Y.N. Harari) Auf dem Weg in den Transhumanismus?
Mit Oliver Müller (Freiburg), Jochen Sautermeister (Bonn), Magnus Striet (Freiburg)
Mittwoch, 25. April 2018
Welcher Gott reitet den religiösen Zeitgeist? Neue Religionsdynamiken und Gegenmoderne
Seit längerem wird die These vertreten, dass gerade moderne Gesellschaften religionsproduktiv sind, weil ihre Komplexität als verunsichernd erfahren wird. Diskutiert wird die Frage, ob nicht gerade Religionsangebote mit einfachen Antworten hier eine hohe Attraktionskraft entwickeln. Wer meint, hier sei nun vom Islam die Rede, täuscht sich - auf dem christlichen Feld lassen sich längst Akteure beobachten, die mit einfachen Antworten im Gepäck deutlichen Zulauf erfahren. Zudem lassen sich Verquickungen mit Phänomenen im Bereich der Politik beobachten.
Es diskutierten: Ursula Nothelle-Wildfeuer (Freiburg), Andreas Püttmann (Bonn), Gunda Werner (Graz), Magnus Striet (Freiburg)
Videomitschnitt
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Luther und die Folgen. Eine religionshistorische Würdigung
Freiburger Religionsgespräch aus Anlass des Jubiläums der Reformation
Welche Konfessionalisierungsprozesse, aber auch Pluralisierungsdynamiken hat das Ereignis der Reformation auf dem religiösen Feld ausgelöst? Worin besteht der Beitrag Luthers zu einem modernen Menschenbild? Wie sind hier die Prozesse zu verstehen?
Es diskutierten: Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf, Systematischer Theologe aus München und Leibniz-Preisträger, der Tübinger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Andreas Holzem und Prof. Dr. Magnus Striet, Universität Freiburg.
Videomitschnitt
9. März 2017
Unheilige Theologie - Anfragen angesichts sexueller Gewalt gegen Minderjährige in der Katholischen Kirche
Mit Harald Dreßing (Mannheim), Hubertus Lutterbach (Duisburg/Essen), Hans Zollner SJ (Rom), Magnus Striet (Freiburg)
Nachdem in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist, in welchem Ausmaß sexuelle Gewalt gegen Minderjährige durch Priester im Raum der Katholischen Kirche verübt wurde, ist das Thema zunehmend auf die politische Agenda gerückt. Auch die Theologie muss sich darauf hin befragen lassen, ob ihre Konzepte und Vorstellungen zu den Bedingungen beigetragen haben, unter denen dieses Unrecht und seine Vertuschung möglich wurden.
Videomitschnitt
25. Januar 2017
Werte. Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt. Oder gibt es sie doch?
Mit Andreas Urs Sommer (Freiburg), Eberhard Schockenhoff (Freiburg), Magnus Striet (Freiburg)
Die Debatte über Werte und ihren Stellenwert für eine Gesellschaft scheint aktueller denn je und wird zum Teil sehr engagiert geführt. Strittig ist aber, ob es überhaupt überzeitlich existierende Werte gibt oder ob diese nur ein kulturell bedingtes Gut darstellen, somit auch jederzeit relativierbar sind.
9. November 2016
Karl Kardinal Lehmann. Mit langem Atem: Erfahrungen und Perspektiven
Der Kardinal im Gespräch mit Markus Schächter
Anschließend Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, Prof. Dr. Magnus Striet und Studierenden
In Kooperation mit: Theologische Fakultät, Katholische Akademie Freiburg, Verlag Herder
26. Oktober 2016
Religion und Politik in den USA
Analysen vor der US-Präsidentschaftswahl
Mit Michael Hochgeschwender (München), Thomas C. Kohler (Boston, USA), Magnus Striet (Freiburg)
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9. Dezember 2015
Heideggers Schwarze Hefte - Ideologieanfälligkeit der Intellektuellen
mit Marion Heinz, Axel Hutter, Rainer Marten und Magnus Striet
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25. Juni 2015
Von Natur aus lustfeindlich? Religion und Sexualität
Mit Stephan Goertz (Mainz), Milad Karimi (Münster), Hubertus Lutterbach (Duisburg/Essen), Magnus Striet (Freiburg)
Videomitschnitt
11. Juni 2015
Von der Sehnsucht nach dem Erlösergott und dem Glück des Jazz
Mit Martin Seel (Frankfurt), Holm Tetens (Berlin), Magnus Striet (Freiburg)
Videomitschnitt
29. Januar 2015
Nach den Anschlägen von Paris - Über religiösen Fanatismus und die Zivilisierung von Religion
Mit Prof. Dr. Georg Essen (Bochum), Christian Geyer (FAZ, Frankfurt), Prof. Dr. Reinhard Schulze (Bern), Prof. Dr. Magnus Striet (Freiburg)
Nach den Anschlägen von Paris konzentrierte sich die Diskussion Anfang 2015 zunächst auf Varianten des Islams. Und unübersehbar ist ja auch, dass weltweit Terrorakte durch Menschen und Gruppierungen begangen werden, die sich Islam auf ihre Fahne geschrieben haben. Aber es zeigt sich auch schnell, dass die Frage struktureller Natur ist, auch die anderen Monotheismen betrifft. Und dass Religionen beziehungsweise sich selbst als religiöse Überzeugungen beschreibende Überzeugungen sich in einem komplexen sozialen und politischen Feld ereignen.
Videomitschnitt
7. November 2013
"Ich habe christliche Sorgen, aber mein Wesen ist heidnisch." Zur Aktualität Albert Camus' anlässlich seines 100. Geburtstages
Mit Prof. Dr. Knut Wenzel (Theologie), Prof. Dr. Hans Schelkshorn (Philosophie) und Prof. Dr. Magnus Striet (Fundamentaltheologie)
Es sind die Fragen nach dem Tod und nach Gerechtigkeit, die das Werk von Albert Camus durchziehen. Gott ist ihm zu einem Problem geworden. Unbestechlich war er, wenn es um die Redlichkeit des Gewissens ging – aber auch bei der Frage, ob von Sinn gesprochen werden könne oder ob dieses Leben absurd sei. Er denke heidnisch, seine Sorgen seien aber christliche, hat Camus einmal formuliert.
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13. Juni 2013
Darwins Welt. Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube
mit Prof. Dr. Eve-Marie Engels, (Tübingen), Prof. Dr. Petra Kolmer (Institut für Philosophie der Universität Bonn), Magnus Striet (Freiburg)
Seit der britische Naturforscher Charles Darwin 1859 sein Buch „The Origin of Species“ veröffentlichte, schwelt der Konflikt, ob sich der Glaube an einen Schöpfergott noch länger vertreten lässt oder nicht. Hat den Menschen tatsächlich ein Gott erschaffen? Was hat Darwin eigentlich gewollt und gedacht? Lässt sich Evolution noch bestreiten? Was folgt daraus für das Selbstverständnis des Menschen? Und wo bleibt Gott?
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14. Februar 2013
Stress, Freiheit und Religion
Mit Thomas M. Schmidt, Peter Sloterdijk, Christoph Schwöbel, Magnus Striet
Welche Möglichkeiten der Selbstbestimmung oder Selbstbildung bleiben in einer modernen Gesellschaft, die ihre Mitglieder immer stärker zwingt, sich selbst zu inszenieren? Helfen religiöse Überlieferungen, um mit diesen Anforderungen an den Menschen umzugehen?
5. Juli 2012
Wiederkehr der Religion oder Wiederkehr der religiösen Sehnsucht?
Mit Friedrich Wilhelm Graf, Herbert Schnädelbach und Friedrich Vollhardt
Das Schlagwort von der Wiederkehr der Religion geistert seit einigen Jahren durch die Lande. Aber was ist eigentlich dran? Keine Frage ist, dass die über viele Jahre gehegte soziologische Vermutung, dass Aufklärungs- und Rationalisierungsprozesse zu einem Absterben des Religiösen führen würden, sich nicht bestätigt hat. Weltweit, aber auch in Europa zeigen sich religiöse Phänomene. Die Moderne ist alles andere als religionsresistent. Erweisen sich aber auch die alten Offenbarungsreligionen als vital?
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